IRANERINNEN VERSCHLEPPT

17¬09¬13 ¬¬

IRANERINNEN VERSCHLEPPT

Sieben ExiliranerInnen, Angehörige der Volksmudschaheddin, sind am 1. September von bewaffneten Männern verschleppt worden, die zuvor das Camp angegriffen und 52 BewohnerInnen getötet hatten. Unbestätigten Berichten zufolge befinden sich die sieben Personen im Gewahrsam der irakischen Behörden. Ihnen drohen Folter und andere Misshandlungen sowie die Abschiebung in den Iran.

Die sechs Frauen und ein Mann sind am 1. September aus dem Camp Ashraf etwa 60 km nördlich von Bagdad im Gouvernement Diyala verschleppt worden, nachdem das Camp von bewaffneten Männern angegriffen wurde, die 52 BewohnerInnen erschossen. Die Sieben gehören zu der iranischen Oppositionsgruppe der Volksmudschaheddin (People's Mojahedin Organization of Iran - PMOI). Amnesty International verurteilt die Tötung der 52 BewohnerInnen aufs Schärfste und fordert die irakischen Behörden auf, eine unabhängige und unparteiische Untersuchung des Vorfalls durchzuführen.

AugenzeugInnen aus dem Camp haben berichtet, dass sie sahen, wie die sieben IranerInnen in Handschellen geschlagen, auf den Boden geworfen und dann in einem weißen Kleinbus weggebracht wurden. Ihr Verbleib ist bislang nicht bekannt. Es liegen jedoch unbestätigte Berichte vor, dass sie in einer Hafteinrichtung im ehemaligen Flughafen al-Muthanna im Zentrum von Bagdad festgehalten werden. Die irakische Regierung hat die Verantwortung für den Angriff zurückgewiesen, obwohl irakische Sicherheitskräfte schon für frühere Angriffe auf das Camp, bei denen zahlreiche BewohnerInnen gestorben sind, verantwortlich waren.

HIER MEHR INFORMATIONEN ZUR UNTERSTÜTZUNG.